Baunacher geben sich nicht auf

Obwohl die Baunach Young Pikes seit letzter Woche in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA als Absteiger feststehen, zeigte die Mannschaft beim Tabellenachten, den PS Karlsruhe LIONS, eine insgesamt noch ordentliche Leistung, auch wenn man mit 80:61 (48:31) eine letztendlich klare Niederlage einstecken musste.

Einen schleppenden Beginn beider Mannschaften sahen die über 1000 Zuschauer in der Europahalle, denn es dauerte fast drei Minuten, bevor Orlando Parker für die Gastgeber, die unbedingt gewinnen mussten, um die Playoffs zu erreichen, die ersten Punkte erzielte. Nach einem 6:0 Start der Lions kamen auch die Young Pikes zu ihren ersten Punkten und so stand es nach sechs Minuten 13:7. Es gelang ihnen allerdings nicht, Parker und den Distanzschützen Devonte Lacy zu stoppen, denn die beiden sorgen mit 14 bzw. 7 Punkten praktisch im Alleingang dafür, dass die Lions nach dem ersten Viertel mit 25:15 vorne lagen, wobei der erneut zuverlässige Adam Pechacek (7) fast die Hälfte der Baunacher Punkte erzielt hatte.

Nach 15 Minuten sah es für die jungen Gäste rabenschwarz aus, denn Karlsruhe war nach einem Dreier von Embo auf 40:19 davongezogen. Überhaupt trafen die Schützlinge von Trainer Rudez bis dahin sehr gut vom Perimeter, denn von ihren neun Versuchen hatten bereits sechs den Weg in die Baunacher Reuse gefunden. Ein weiteres Handicap waren die Ballverluste der Oberfranken, hatten sie doch schon zu diesem Zeitpunkt bereits neun auf dem Scoutingbogen zu verzeichnen. „Wir sind mit zu wenig Energie ins Spiel gestartet. Deshalb haben wir auch viele Dreier gefangen und gegen den Druck der Karlsruher viele Bälle weggeschmissen“, legte  Coach Mario Dugandzic den Finger in die Baunacher Wunde. Dann allerdings fingen sich seine Jungs, zumal nun auch der Playoffkandidat schwächelte, sich an der Freiwurflinie einige Fahrkarten erlaubte (nur 50 Prozent zur Pause) und auch einige Turnover produzierte. Zwar trafen Parker (22) und Lacy (15) weiterhin nach Belieben, aber nach zwei Dreiern von Mateo Seric und Marvin Heckel war beim Halbzeitstand von 48:31 zumindest ein Aufwärtstrend erkennbar.

Nach dem Wechsel taten sich zunächst beide Teams nicht weh und so stand es nach 25 Minuten 55:37. Ein unsportliches Foul nutzte Kristian Kullamäe zu fünf Pnkten in Folge aus und plötzlich rochen die Baunacher beim Stand von 55:42 wieder Lunte. Mehrfach hatte man die Chance, unter die magische 10 Punkte-Hürde zu kommen, aber obwohl Pechacek schon 17 Punkte erzielt hatte, lagen die Lions nach dem dritten Abschnitt immer noch mit 59:46 zweistellig vorne.

Erst im Schlussviertel gelang es Pechacek mit einem Halbdistanzwurf von der Seite den Rückstand auf 61:52 (33.) zu verkürzen und jetzt schien noch einmal alles möglich. Aber nachdem die Youngster einige Chancen nicht nutzten, war es erneut Parker, der mit einem Dreier zum 70:56 (36.) die Nerven der Gastgeber beruhigte und nachdem der überragende Spieler der Partie mit weiteren vier Punkten das 76:58 besorgte, war die Begegnung zwei Minuten vor dem Ende engültig entschieden. Trotzdem war Dugandzic mit der zweiten Hälfte zufrieden: „ Da waren wir besser organisiert und konnten sogar einstellig verkürzen. Am Ende werden auf ProA Niveau dann alle Fehler direkt bestraft. Mich freut es aber für die Jungs, dass sie sich in der Halbzeit nicht aufgegeben und bis zu Schluss gekämpft haben.“ Wenn die Baunacher am nächsten Samstag (19 Uhr) gegen die Artland Dragons gleich von Anfang an diese Einstellung zeigen, dann könnte vielleicht doch noch ein Sieg in dieser verkorksten ProA Saison herausspringen und man damit den treuen Baunacher Zuschauern ein Abschiedsgeschenk machen.

 

Baunach Young Pikes: Pechacek (25 Punkte/1 Dreier), Kullamäe (15/1), Seric (7/1), Drell (7/1), Heckel (5/1), Keppeler (2), Baggette, N. Tischler, Edwardsson, B. Tischler.

Karlsruhe Lions: Parker (33/3), Lacy (17/3), Ross (9), Kamdem (6), Johnson (5), Nyama (5), Embo (3/1), Tate (2).

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