NBBL ist deutscher U19-Vizemeister!

Die NBBL-Mannschaft von Brose Bamberg ist vom TOP4-Turnier der Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga mit dem Vizemeister-Titel nach Bamberg zurückgekehrt. In einem bis zuletzt spannenden Finale unterlag das Team von Head Coach Mario Dugandzic denkbar knapp mit 80:84 der FC Bayern Basketball Jugend. Der Vizemeistertitel ist der größte Erfolg für das Bamberger Nachwuchsprogramm seit dem Titelgewinn von 2012 und 2016.

Es war eine Saison, wie sie im Buche steht: 20 Spiele – 20 Siege. Mit einer weißen Weste und damit als einziges noch ungeschlagenes NBBL-Team reiste der TSV Tröster Breitengüßbach am vergangenen Wochenende daher verdient zum Finalturnier der Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga.

Hatte man zuvor ratiopharm ulm und die Internationale Basketball Akademie München in den Playoffs besiegt, traf die Mannschaft von Mario Dugandzic im Halbfinale auf die AB Baskets, der Spielgemeinschaft von TuS Lichterfelde, RSV Eintracht und DBV Charlottenburg. Die Youngsters brauchten einige Minuten, um in das Turnier zu finden, konnten sich dann aber zur Halbzeit mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung gegen die Berliner Gäste absetzen. Im zweiten Viertel nutzten die Youngsters vor allem ihre Schnelligkeit clever aus und konnten sich daher viele offensive Chancen erarbeiten, die in Dunkings, sicheren Korblegern und gut herausgespielten Drei-Punkte-Würfen mündeten.

Besonders Nicholas Tischler, Moritz Plescher, Henri Drell und Elias Baggette blieben gewohnt treffsicher für ihre Farben und sorgten dafür, dass der Bamberger Vorsprung auch in Hälfte zwei nicht in Gefahr geriet. Zwischenzeitlich war der Vorsprung sogar auf knapp 20 Punkte angestiegen. Auch die Big Man Daniel Köppel und Leon Bulic machten ihren Job solide und profitierten von ihrer körperlichen Überlegenheit. „Wir haben die Intensität der AB Baskets gut angenommen und die richtigen Antworten auf einen unangenehm spielenden Gegner gefunden. Unter dem Korb haben wir unsere Vorteile gut genutzt, vor allem ab dem zweiten Viertel übernahmen wir die Kontrolle. Die Jungs haben das Energielevel hochgehalten und haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, so Head Coach Dugandzic nach dem ersten Turniersieg.

 

Großes bayerisches Finale gegen München

Mit einem verdienten 87:74-Sieg zog Bamberg also ins Finale um die deutsche Meisterschaft ein und traf hier auf die FC Bayern Basketball Jugend, die sich ihrerseits im vorangegangenen NBBL-Halbfinale gegen ALBA BERLIN durchgesetzt hatten. Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Eine erste Führung verbuchte Bamberg nach fünf Minuten, ehe Kilian Binapfl zum 16:17 traf. Adrian Bergmann war es, der den Bamberger Vorsprung nach dem ersten zehn Minuten mit einem „Not-Dreier“ aus acht Meter Entfernung zum 18:25 besiegelte. Es blieb weiterhin spannend. Die Mannen von Mario Dugandzic konnten dank Henri Drell sowie Brandon und Nicholas Tischler ihre Führung zunächst ausbauen und sogar mit knapp zehn Zählern in Front gehen. München blieb allerdings standhaft und schaffte es vor allem in Person von Topscorer Rataj, wieder heranzukommen. Eine Schwächephase, in der Breitengüßbach weder offensiv noch defensiv die richtigen Wege fand, kostete schließlich die Führung – zur Pause war beim Stand von 41:41 wieder alles offen.  

Auch nach dem Seitenwechsel war es ein Spiel auf Augenhöhe. Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörten allerdings dem FC Bayern Basketball, sodass Mario Dugandzic sein Team gleich zweimal binnen einer Minute zur Auszeit bat. Angesichts der Tatsache, dass München die ersten Zähler verbuchten konnte und seine Mannschaft nur schlecht in die Partie fand, war er nicht zufrieden und stimmte seine Youngsters erneut ein. Es dauerte jedoch einige Minuten, bis Breitengüßbach wieder im Spiel war und den entstandenen 49:43-Rückstand in Angriff nahmen. Auf Seiten der Münchener stemmte sich aber vor allem Rudan dagegen, der in dieser Phase die meisten Zähler für sich verbuchen konnte. Sein viertes Foul, ebenso wie das vierte Foul von Nicholas Tischler, gaben dem Spiel neue Brisanz. Nun waren es Bruno Vrcic und Henri Drell, die Verantwortung übernahmen und ihre Teams anführten. Vor allem Drell schaffte mit seinem beherzten Zug zum Korb den Anschlusstreffer (59:61).

Bamberg blieb dran und verkürzte auf 63:62, schließlich konnte Breitengüßbach das erste Mal in der zweiten Hälfte mit 63:64 in Führung gehen. Das Spiel auf Augenhöhe präsentierte sich mehr als finalwürdig, denn beide Mannschaften zeigten sich im Rahmen des offenen Schlagabtausches motiviert und bissig und gaben in einer hitzigen Crunchtime Vollgas. Drei Minuten vor Schluss führte Bamberg noch, bis die Führung erneut den Münchener zuteilwurde. Schnelle Abschlüsse, Foulpfiffe, Freiwürfe – es sollte eine Zitterpartie werden, die bis 20 Sekunden vor Schluss noch nicht entschieden war. Moritz Plescher sorgte mit seinem erfolgreichen Drei-Punktewurf zum Anschlusstreffer für das 80:81 aus Bamberger Sicht. Doch mit drei Freiwürfen von Kilian Binapfl sicherte sich der FC Bayern Basketball nach 2015 und 2017 die Krone des U19-Basketballs.

Mit dem Vizemeistertitel gelingt der Breitengüßbacher Mannschaft allerdings keine Kleinigkeit – im Gegenteil. Das Team verbucht damit den größten Erfolg des Nachwuchsprogrammes seit den Titelgewinnen 2012 und 2016 und krönt eine herausragende Saison aus 21 Siegen in Folge.  Head Coach Mario Dugandzic: “Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie gekämpft haben. Wir waren physisch leider nicht auf der Höhe. Das Rebounding geben wir leider zu deutlich ab. Die daraus resultierenden Second-chances tat uns immer wieder enorm weh. Aber es war ein gutes Finale, in dem wir uns keinesfalls versteckt haben. Glückwunsch an den FC Bayern Basketball zu dieser Energieleistung und dem Titel.“

Für die Brose Bamberg Youngsters (TSV Tröster Breitengüßbach) spielten in der Saison 2018/19: Nicholas Tischler, Brandon Tischler, Moritz Plescher, Henri Drell, Leon Bulic, Daniel Köppel, Valentin Brevet, Adrian Bergmann, Jannis Sonnefeld, Miles Osei, Elias Baggette, Mehmet Uysal, Jekabs Beck, Leo Saffer, Finn Nowak, Kay Bruhnke, Alex Smith, Paul Guck

Betreut wurde das Team von Physiotherapeutin Annette Ulshöfer und Teammanager Jürgen Stäudler.

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