Nürnberg gewinnt das Frankenderby knapp gegen Baunach

Mit einer 69:66 Niederlage beim Tabellendritten Nürnberg Falcons verabschiedeten sich die Baunach Young Pikes nach fünf Jahren aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

In einer spannenden Begegnung behielten die Gastgeber vor 1326 Zuschauern knapp die Oberhand und erwarten nun in den Playoffs die Mannschaft aus Trier, während die Baunacher hoch erhobenen Hauptes den Weg in die ProB antreten können.

Mit einer 9:2 Führung starteten die Gastgeber furios in die Partie und schienen die jungen Hechte in den ersten zweieinhalb Minuten völlig zu überfahren. Doch dann hatten die Jungs von Mario Dugandzic schnell auf das Spiel eingestellt und in der 6. Minute hatte Nicholas Tischler mit dem 9:10 den Spieß herumgedreht. Mit einem knappen 15:14 ging es in die erste Viertelpause. Der überragende Adam Pechacek sorgte in der 12. Minute mit einem Dreipunktespiel für die 17:15 Führung und jetzt hätten die Gäste die Möglichkeit gehabt, den Vorsprung zu erhöhen, doch leider vergab man in dieser Phase leichte Würfe oder konnte die Rebounds nicht für sich verbuchen (14:23 zur Pause). Zwar konnte der starke Elias Begette den Vorsprung mit dem ersten Dreier der gesamten Partie auf 27:23 ausbauen, doch bis zum Pausentee hatten die Falcons wieder mit 28:27 die Nase vorne.

Der dritte Abschnitt erinnerte stark an den Spielbeginn, denn die nun wesentlich aggressiveren Mittelfranken zogen nach 90 Sekunden auf 34:29 davon. Doch auch diesmal konnten die Pikes dagegen halten und nach einem Dreier von Kristian Kullamäe auf 44:45 (28.) verkürzen, bevor es beim Stand von 48:45 in das letzte Viertel ging. Hier pendelte sich der Vorsprung der Hausherren lange Zeit bei fünf Punkten ein, bevor die jungen Oberfranken nach einem unsportlichen Foul wieder auf 55:54 (36.) herankommen konnten. Unterstützt von den zahlreich mitgereisten Fans glich Pechacek wenig später mit einem Dreier sogar zum 57:57 aus, doch mit einem 6:0 Lauf zog der Playoff-Teilnehmer dem Absteiger endgültig den Zahn. Baunach, das ohne den erkrankten Henri Drell auskommen musste, versuchte in den letzten Minuten noch einmal verzweifelt aufzuholen, aber letztendlich konnten die Falken mit einem 69:66 Erfolg den zehnten Sieg in Folge unter Dach und Fach bringen.

Dennoch war Coach Dugandzic zufrieden: „Wir haben heute für unsere Verhältnisse schon ein gutes Spiel gemacht, teilweise sogar sehr gut. Wir haben gegen ein Team, das mit der Euphorie von neun Siegen gekommen ist, die Offensive kontrollieren wollen, was uns gut gelungen ist, schließlich haben wir den Gegner unter 70 Punkten gehalten. Nach dem schlechten Start hat das Team die ein, zwei Veränderungen, die wir vornahmen, schnell umgesetzt und dann spielten wir frech mit einem Elias Baggette, der uns heute eine Dimension gab, die wir vorher so noch nicht hatten. Er hat Löcher in die Verteigung der Nürnberger gerissen und sie vor Probleme gestellt. Auch Brandon Tischler fand ich heute sehr positiv, gerade zu Beginn der 2. Halbzeit hat er uns durch eine schwierige Phase getragen. Wir haben als Team gespielt, wieder nur 10 Turnover gehabt und wir haben wieder eine Idee, was wir spielen wollen und das macht den Spielern Spaß. Schade, dass die Saison jetzt zu Ende ist und wir nicht mehr Zeit haben.“

Nürnberg Falcons: Kent 17, Oehle 16, Wainright 11, Sanders 9, Parker 8, Haßfurter 4, Schröder 2, Omuvwie 2, Pongo, Meredith

Baunach Young Pikes: Pechacek 22, Baggette 12, Kullamäe 10, Heckel 7, B. Tischler 6, Keppeler 5, N. Tischler 4, Seric, Plescher, Edwardsson

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