Sportinternat „Aufseesianum“ – Mehr Raum für junge Talente

Neben der sportlichen Entwicklung ihrer Prospects legen die Verantwortlichen von Brose Bamberg seit jeher großen Wert auf die Förderung der Persönlichkeit des einzelnen Spielers. Um diesem Ziel nachzukommen, setzte man zunächst auf Wohngemeinschaften, in denen die jungen Leute untergebracht waren und sich mehrere hauptamtliche Betreuer 24 Stunden am Tag um sie und ihre Bedürfnisse kümmerten. Da diese Art der Betreuung einen hohen organisatorischen Aufwand bedeutete, suchten die Verantwortlichen bereits seit längerem nach einer geeigneteren Lösung. Diese bot sich durch die Zusammenarbeit mit dem Bamberger Internat „Aufseesianum“. Das Internat besteht seit 1738 und ist überregional vor allem bekannt als Kulisse der Erich-Kästner-Verfilmung „Das fliegende Klassenzimmer“. Zukünftig soll das Aufseesianum auch bekannt werden für eine an den Bedürfnissen des Leistungssports ausgerichteten Pädagogik. Mit dem Gewinn der NBBL-Meisterschaft  2016, an der gleich acht Spieler aus dem Aufseesianums Anteil hatten, wurde der Grundstein für dieses Ziel erfolgreich gelegt.  

Dreizehn Spieler im Alter von 14 bis 20 Jahren aus Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern bewohnen seit Anfang September 2015 in dieser traditionellen Umgebung insgesamt neun Zimmer, aufgeteilt auf eine von pädagogischen Fachkräften betreute Wohngruppe und eine daran angeschlossene Unterbringungsmöglichkeit für bereits volljährige Spieler. Den Talenten stehen vier Gemeinschaftsräume zur Freizeitgestaltung, zwei Computerräume zum Arbeiten sowie ein riesiges Außenareal zur sportlichen Betätigung zur Verfügung. Der Tag beginnt täglich früh und beinhaltet neben dem schulischen Part auch mehrstündige Trainingseinheiten. Durch die hauseigene Sporthalle und einen angrenzenden Kraftraum stehen ideale Trainingsbedingungen zur Verfügung.

Christian Seel, hauptamtlicher Betreuer, sieht den größten Vorteil der Neuorganisation unter dem Dach eines echten Internats insbesondere in einer großen organisatorischen Vereinfachung und in einer optimalen schulischen Betreuung. Für letztere steht das nachmittägliche Angebot einer Hausaufgaben- und Lernhilfe. Dieses Angebot unterstreicht das Anliegen der Verantwortlichen, die jungen Spieler nicht nur sportlich und in ihrer Persönlichkeit, sondern auch schulisch optimal zu fördern.

Christian Seel freut sich, mit seinen Jungs spätestens im zweiten Jahr im Aufseesianum angekommen zu sein: „Zusammen mit der Unterstützung des Aufseesianums wird es uns noch besser gelingen, die Schule und den Leistungssport unter einen Hut zu bekommen. Zusammen können wir Jahr für Jahr an unserer Weiterentwicklung arbeiten und Dinge erreichen, von denen wir zuvor nur zu träumen wagten.“